Für den Betrieb an höheren Spannungen muss ein entsprechender Vorwiderstand verwendet werden. Um zu verhindern, dass die Leuchtdioden nicht oder genau einmal sehr sehr hell leuchten, kann man den Vorwiderstand mittels folgender kleinen Formel und eines Taschenrechners errechnen.

Dabei sind:

U - die Gleich-Spannung, an der die Dioden(n) betrieben werden sollen (in Volt)
N - Anzahl der Dioden, die hintereinander geschaltet werden sollen
R - der Vorwiderstand (in Ohm)
P - die Leistung, die im Vorwiderstand verbraucht wird (in Watt)
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Für Leuchtdioden mit ca. 3,2 V Betriebsspannung und ca. 20mA Stromverbrauch

Berechnung des Vorwiderstandes:     R = (U - (N*3.2)) / 0.02
Berechnung der verbrauchten Leistung:  P = (U-(N*3.2))* 0,02

wobei  (N*3.2) <= U sein muss 

Beispiel: U= 12V, Anzahl N= 2  (weisse, blaue, pink Leuchtdioden mit ca. 3,2V Spannung, und ca. 20 mA Strom)

Vorwidertand R = (12V - 6,4 V) / 0.02A = 280 Ohm
Leistung P = (12V - 6,4V) * 0.02A = 0.112 Watt

Man würde also einen Widerstand 280 Ohm mit mindestens 0.1 Watt verwenden. (270 Ohm / 1/8 Watt aus der Normreihe E12, besser 330 Ohm)

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Für Leuchtdioden mit ca. 2 V Betriebsspannung und ca. 20mA Stromverbrauch

Berechnung des Vorwiderstandes:     R = (U - (N*2.0)) / 0.02
Berechnung der verbrauchten Leistung:  P = (U-(N*2.0))* 0,02

wobei  (N*2.0) <= U sein muss 

Beispiel: U= 12V, Anzahl N= 4  (rote, gelbe, orange Leuchtdioden mit ca. 2V Spannung, und ca. 20 mA Strom)

Vorwiderstand R = (12V - 8 V) / 0.02A = 200 Ohm
Leistung P = (12V - 8V) * 0.02A = 0.08 Watt

Man würde also einen Widerstand 200 Ohm mit mindestens 0.08 Watt verwenden. (220 Ohm / 1/8 Watt aus der Normreihe E12)

Tipps:

  • Sollten die Dioden zu dunkel oder zu hell leuchten, kann man den Widerstand verkleinern bzw. vergrößern
  • ein Vorwiderstand von 10 - 20 Ohm sollte immer verwendet werden